Steckrüben-Gemüseburger

In letzter Zeit gibt es oft Steckrüben auf dem Wochenmarkt, die mir wegen ihrer schönen violett-weißen Farbe sofort ins Auge gestochen sind. Steckrüben haben nicht den besten Ruf, dabei schmecken sie ganz wunderbar, nach Kohlrabi und Radieschen. Man kann sie roh oder gekocht essen, und auch als Fritten im Ofen gebacken machen sie sich gut. Und es gibt sie den ganzen Winter über. Auf der Suche nach Steckrüben-Rezepten bin ich auf ein Burger-Rezept von Food 52 gestoßen, das köstlich klang. Ich habe mich auch von dem schönen Blog Nourish Atelier (gibt es bald auch als Kochbuch!) und seinen wunderbaren vegetarischen Burger-Rezepten inspirieren lassen. Herausgekommen sind die leckersten Gemüseburger, die meine Küche je gesehen hat – ich hoffe, sie schmecken euch genauso gut.

turnips / lucky star anise
P.S.: Ich habe hier ein paar eingelegte rote Zwiebeln verwendet; natürlich tun es auch Gürkchen oder anderes, so lange es sauer und würzig ist. Falls ihr eine rote Zwiebel einlegen wollt (geht ganz schnell), einfach eine solche in feine Scheibchen schneiden, in ein kleines, verschließbares Glas füllen (z.B. ein Weckglas), und mit einer Mischung aus 150 ml Essig (Apfel- oder Weißweinessig machen sich gut), einem halben Teelöffel Zucker, einem halben Teelöffel Salz, einer Prise Kümmel und je nach Geschmack ein paar Senf- oder Korianderkörnern oder auch einem Lorbeerblatt übergießen. Nach 30 Minuten sind die Zwiebeln fertig, sie können aber auch einige Wochen im Kühlschrank lagern.

Steckrüben- Gemüseburger (für zwei)
Ingredients
  • Zwei kleine Steckrübchen
  • 50 Gramm Belugalinsen (gekocht und abgetropft)
  • 40 Gramm Kichererbsen (am besten aus der Dose, in jedem Fall vorgekocht)
  • 20 Gramm grobe Haferflocken
  • Eine Schalotte
  • Zwei Knoblauchzehen
  • Ein halber Teelöffel Sesam
  • Ein Teelöffel geschrotete Leinsamen
  • Ein Teelöffel Olivenöl
  • Ein Teelöffel Zitronensaft
  • Ein Teelöffel weiße Misopaste (shiro miso), optional
  • Eine Prise gemahlener Sternanis oder Zimt
  • Eine Prise Chilipulver
  • Eine Prise Salz und Pfeffer
  • Ein Teelöffel Bratöl
  • Eine halbe Avocado
  • Eine Handvoll frische Spinatblätter, Rucola oder anderes Grün
  • Ein paar eingelegte Zwiebelringe (Rezept siehe oben)
  • Zwei Esslöffel (vegane) Mayonnaise
  • Ein halber Teelöffel Sriracha (falls nicht vorhanden, kann man als Ersatz auch Chilipulver plus etwas Zitronensaft verwenden)
  • Zwei Brötchen oder vier Scheiben Brot
Instructions
  1. Die Steckrüben schälen und grob reiben. Die geriebenen Rüben sollten nicht zu fein werden, denn sonst wird der Bratling später zu weich.
  2. Die Schalotte und den Knoblauch fein würfeln.
  3. Die geriebenen Steckrüben mit den (gekochten) Kichererbsen und Linsen, den Haferflocken, der Schalotte und dem Knoblauch, dem Sesam und den Leinsamen, der Misopaste, dem Olivenöl, dem Zitronensaft und den restlichen Gewürzen in einer Schüssel vermischen. Mit Salz und Pfeffer und evt. etwas mehr Zitronensaft abschmecken.
  4. Diesen Mix nun mit einem Zauberstab oder einer Gabel vorsichtig zerkleinern, so dass alles gut zusammenhält, aber kein Brei entsteht.
  5. Das Bratöl in einer Pfanne erhitzen, aus der Mischung zwei Bratlinge formen und diese sobald das Öl heiß ist, in die Pfanne geben (es sollte gleich zischen).
  6. Bei mittlerer bis hoher Hitze die Bratlinge auf jeder Seite etwa fünf Minuten braten, bis sie schön braun sind.
  7. Die Mayonnaise mit Sriracha (oder den Ersatzgewürzen) vermischen und mit etwas Salz abschmecken.
  8. Nun die untere Brötchenhälfte mit etwas Mayonnaise-Mix bestreichen, die Avocadoscheiben und den Bratling darauf, noch mehr Mayonnaise, die Zwiebelringe und etwas Grün – oder umgekehrt, es schmeckt auf jeden Fall.
  9. Guten Appetit!

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